Editorial

Liebe Leser·innen,

wem gehört die Stadt? In der Theorie eine sehr leicht zu beantwortende Frage: Uns allen, natürlich! Doch zeigt die Praxis, dass so manchen mehr Stadt gehört als anderen. Diesen Anderen bleibt dann oftmals nur die Lücke zwischen dem, was die Manchen besitzen.

Dies hier, Die Letzte Lücke, soll eine Zeitung der Anderen sein. Wo sie sich hineinverkriechen können, ganz ungeniert, weil sie ihnen gehört und niemand sie ihnen wegnehmen kann. Wo sie einander in den Arm nehmen, miteinander lachen, sich voreinander auskotzen und sich untereinander vergewissern können, dass sie zusammen drinstecken, in der letzten Lücke, die ihnen Dresden noch gelassen hat.

Natürlich sind auch die Manchen hier herzlich willkommen. Egal, ob in der Position eines Voyeurs, den der Blick in eine ihm unbekannten Welt erregt, oder ob aus ehrlichem Interesse, begierig darauf zu erfahren, was in der Lücke steckt, an der die eigenen Füße üblicherweise nur vorbeiführen.

Doch egal ob Andere oder Manche, Die Letzte Lücke, so klein sie sein mag, bietet genügend Raum für alle, die in ihr verweilen mögen. Und damit wünschen wir viel Spaß beim Lesen.

Herzlichst,
Die Letzte Redaktion


Ausgabe 01/2026

20. August 2026

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    „…dann hat der meinen Mann ‘alter Sack’ gennannt!“ berichtet die alte Säckin gerade einer aufgebrachten Meute aus alten Säcken, als ich zufällig an der Anti-Rad-Demo in der Hauptstraße vorbeikomme. Mit welcher Sackigkeit sich ihr alter Sack den alten Sack verdient hat, vergisst die alte Säckin zu erwähnen, denn so viel ist sicher: Kein Radfahrer fährt…

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