“morgen, Kinder, wird’s nichts geben…”

“…Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.” Ob zu Erich Kästners Zeiten oder heute, Weihnachten macht mehr Spaß, wenn man sich keine Sorgen ums Geld machen muss. Das gilt ganz besonders für diejenigen, deren Geschäftsmodell Weihnachten ist.

Zum Beispiel die Betreiber·innen von Weihnachtsmärkten. Dresden hat neben kleineren Budenansammlungen ganze sechs solcher thematischer Märkte im Advent. Einen davon, den Hauptstraßenmarkt – das ist der mit dem hässlichen Teddy – betreiben Holger Zastrow und Matteo Böhme, Mitglieder des Dresdner Stadtrates im sogenannten “Team” Zastrow.

Und dieses Jahr gibt’s für die beiden ein bisschen mehr Platz im Weihnachtsstrumpf, denn bei der Vergabe der Marktkonzessionen beantragte deren Kumpel Steffen Kaden von der CDU, die Gebühren für den Markt auf der Hauptstraße um rund zwei Drittel zu reduzieren.

Die geplanten Dresdner Konzessionen lagen davor übrigens am absolut untersten Ende des Spektrums der Gebühren, die in ähnlich großen Städten anfallen. Und war da nicht eigentlich was mit Finanzkrise und leeren Kassen oder so? Egal! Statt 22 Euro pro Stand und Tag zahlen Zastrow und Böhme nun 7 Euro und ein paar Zerquetschte. Tja, Kinder…

“Morgen kommt der Weihnachtsmann. Allerdings nur nebenan.”

Noch mehr Stuff:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert